INSTITUT INTERNATIONAL

Die Knochenräuber

Kranktreiten wle Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion können
den Knochen gehörig an die Substanz gehen und
"sekundäre Osteoporose" auslösen

Von Mag. Monika Kotasek-Rissel

Sie zählt weltweit zu den häufigste/n Erkrankungen: Osteoporose‭ (‬Knochenschwund‭)‬.‭

Dabei nimmt die Knochenmasse mehr als im üblichen Maße ab.‭ ‬Das Skelett wird schließlich porös und instabil,‭ ‬das Risiko für Frakturen nimmt zu.

Die haufigste Form (zu 95 Prozent) íst die primäre Osteoporose, Sie tritt nach den Wechseljahren aufgrund von Ostrogenmangel bzw. im höheren Lebensalter auf. Wird der Knochenschwund durch eine Erkrankung oder deren Therapie verursacht, spricht man von der "sekundären" Form (fünf Prozent).

Mögliche Auslöser sind u. a. Schilddrüsenüberfnnktion, Hormonstörungen, chronische Darmerkrankungen wie 'Morbus Crohn, Magersucht Diabetes, Gelenkerkrankungen (z.B. Morbus Bechterew) etc.

"Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison, Antiepileptika, Zytostatika, Immunsuppressiva etc. über einen 1ängeren Zeitraum kann zu sekundärer Osteoporose führen" so Univ.Doz. OA Dr. Peter Mikosch, Facharzt für Innere Medizin und Osteoporose-Spezialist, 1. Medizinische Abteilung, Hanusch-Krankenhaus, Wien.

Der Zusammenhang zwischen Schilddrüsenerkrankungen und Knochenschwund war ein Thema des 21. Osteoporose Forums, das kürzlich in St. Wolfgang (OÖ) stattgefunden hat. Grundsätzlich gilt: Im gesunden Körper wird in einem ausgewogenen Verhältnis Knochensubstanz ab und aufgebaut.

"Während die Schilddrüsenunterfunktion keine Auswirkungen auf die Knochen hat, überwiegt bei der iüberfunktion in Summe derKnochenabbau", erklärt der Experte. Die'Therapie richtet sich danach, ob bereits Osteoporose aufgetreten ist. "Wirken die Thyreostatika, also Medikamente, Welche die Uberfunktion hemmen, gut bzw. wird das überaktive Schilddrüseııgewebe operativ oder mittels Radiojodtherapie entfernt, ist keine Knochenschädigung mehr zu befiírchten.

Etwa 750.000 Österreicher leiden an Knochenschwund. Für die Betroffenen bedeutet das eine umfassende und dauerhafte Veränderung ihres Lebensstils sowie große Herausforderung im Alltag. Dafür braucht es eine Menge an Informationen und auch Ausdauer.
In Österreich gibt es über 30 Osteoporose-Selbsthilfegruppen, die Betroffene in ihrer Region mit Rat und Tat unterstützen. Sie organisieren medizinische Fragestunden, Kochkurse, Osteoporoseturnen und einen regen Austausch mit Leidensgenossen.

Außerdem kann man sich auf der umfassendsten Webseite im deutschsprachigen Raum informieren: www.aktongesundeknochen.at. diese Webseite ist mit dem internationalen Qualitätszertifikat für vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen ausgezeichnet und verfügt über ein Forum zum Austausch.

Information zum aktiven Leben mit Osteoporose, über Selbsthilfegruppen und spezialisierte Ärzte erhalten Sie bei der "Aktion gesunde Knochen" per e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

SOJALL Braunhirse und Makal