INSTITUT INTERNATIONAL

Krebserkrankung durch
Zucker und Weißmehl

Dr. med. Johannes Kuhl (Schach dem Krebs)

 

Eines der größten Gefahren für den Krebskranken ist neben der massiven ionisierenden Strahlenbehandlung der Zucker, von dem die allmächtige Zuckerindustrie behauptet: «Zucker zaubert, nimm deshalb mehr». «Energie aus einem Grundstoff der Natur».

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass über die Wirkung bzw. die Toxizität  eines Stoffes auf den menschlichen Organismus,

1. die Gabengröße und

2. der Funktionszustand (Atmungsfähigkeit) des Körpers resp. seiner Zellen entscheiden.

Zu 1. «Die Dosis macht's, dass ein Ding Gift ist oder nicht»" lehrte schon Paracelsus. Dieser Lehrsatz gilt aber auch noch heute und kann z. B. mit verschiedenen Konzentrationen von Solutio Hydragyri bichlorati (Sublimat) auf lebende Hefezellen u. a. bewiesen werden.

Zu 2. In zellatmungsgeschädigten Zellen z. B. fließt je nach dem Grad der Schädigung der Zucker wie alle in Zucker (Dextrose = Traubenzucker) verwandelbaren Kohlenhydrate, z. B. auch das süße, noch naturbelassene Obst (Früchte), mehr oder weniger in die Zellgärung (Glykolyse), da die Atmungsschleuse entweder teilweise oder gänzlich geschlossen ist. Es obwaltet dann eine pathologische Physiologie, die durch eine weitere Zuckerzufuhr und steigender Bildung der „Gärungsmilchsäure“ ständig vergrößert wird.

Dieses Grundsätzliche gilt aber nicht nur für den Industriezucker, sondern, wie gesagt, für alle Kohlenhydrate (Zucker- Stärke- und Mehlprodukte), also auch für die noch naturbelassenen, da alle Kohlenhydrate im Körper in Zucker (Dextrose,Traubenzucker) verwandelt werden.

Während der weiße und der bei Reformern so beliebte, ebenfalls denaturierte braune Industriezucker wie alle anderen denaturierten und auch die naturbelassenen Kohlenhydrate wie Getreideprodukte usw.), solange der Organismus (die Zellen) zellatmungsgesund ist, die Zellatmung fördern und somit große und wichtige Kalorienspender sind, schädigen sie nach dem Crabtree Effekt («Bioch. Journ.» 23: 536-545, 1929) den kranken, schon zellatmungsgeschädigten Organismus (die zellatmungsgeschädigten Zellen). Alle vorgenannten Kohlenhydrate gehen dann, wie schon vorstehend gesagt, mehr oder weniger je nach dem Grad der Schädigung in die Zellgärung (Glykolyse) und fördern das Krankheitsgeschehen durch eine krankhaft gesteigerte Milchsäurebildung, die ihrerseits zu einer weiteren Schädigung der Zellatmung führt.

Fazit: Man muss einmal den Unterschied zwischen der körpereigen Gärungsmilchsäure, welche durch Stress, falsche und übermäßige Ernährung oder selbst durch Krankheit  bzw. längerfristige Aufnahme von Medikamenten usw. entstehet und der außerhalb des Körpers durch Keimung bzw. Fermentierung sauerstoffhältigen Milchsäure aus pflanzlichen Produkten wie Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Früchten und von den Milchsäurebakterien produziert wird.

Hier liegt auch einer der Hauptaufgaben sowohl der Mediziner, Apotheker und Ernährungsexperten, dass man sich selbst einmal darüber bewusst wird, welche Ursachen die Gärungsmilchsäure auf unsere Gesundheit ausüben kann. Mit der Verschreibung von Medikamenten oder Basen-Präparaten allein, kann man das Problem einer Übersäuerung sowie einer Krebsvor- und nachsorge mittel- bzw. längerfristig nicht beheben.

Daher verbiete ich auch allen meinen Krebskranken als schwer zellatmungsgestörten Kranken das süße, naturbelassene Obst (Früchte) als krankheitsfördernden Faktor.

In einem stoffwechselgesunden, über eine intakte Zellatmung verfügenden Organismus (festzustellen durch den Schellertest: Näheres in Scheller, «Krebsschutz durch Früherkennung und Ursachenbehandlung», Humata Verlag Harold S. Blume, 1965) werden der Zucker und alle zu Zucker verwandelbaren Kohlenhydrate über den Zitronensäurezyklus zu H20 und C02 (Wasser und Kohlensäure) verbrannt, während sie in einem kranken, zellatmungsgeschädigten Körper je nach dem Grad der Schädigung zu einer krankhaft erhöhten bis evtl. giftig (toxisch) gesteigerten Milchsäurebildung (Glykolyse) in den Körpergeweben (Zellen) führen.

Nun bestehen hinsichtlich der Zuckerwirkung auf den zellatmungsgesunden Organismus (Zellen) in Bezug auf den chemisch behandelten Industriezucker und einen Naturzucker, z. B. Rübensaft oder Bienenhonig, bei einem dauernden, reichlichen oder übertriebenen Genuss aber erhebliche Unterschiede, wie sie allgemein bei der Wirkung von entwerteten (denaturierten) und biologisch- vollwertigen Kohlenhydraten auf den gesamten Organismus bestehen.

Der Industriezucker ist ein chemisch fast 100%ig reines Produkt, dem infolge der industriellen Aufbereitung fast alle organischen Stoffe (z. B. Vitamine), die zum Zuckerabbau im Körper benötigt werden, wie alle lebenswichtigen Mineralien, die zur Neutralisierung der Säuren (Regulierung des Zell-pH-Wertes) erforderlich sind, und die Spurenstoffe entzogen wurden.

Rüben- und Zuckerrohrsaft als noch nicht chemisch behandelte Naturprodukte enthalten vorstehend genannte Stoffe noch in reichem Maße. Gleiche substantielle Unterschiede treffen wir in mehr und weniger großem Maße bei allen entwerteten und vollwertigen Kohlenhydraten (auch im Biogetreide) an.

Bei einem dauernden, reichlichen oder übertriebenen Genuss führt somit der Industriezucker wie alle anderen entwerteten (denaturierten) Kohlenhydrate (Zucker-, Stärke- und Mehlprodukte) infolge des Fehlens essentieller (lebensnotwendiger), vom Körper nicht zu erzeugender Stoffe zu einer allgemeinen Zellschädigung, wobei das Zellatmungssystem als erstes getroffen wird und die Zellgärung ansteigt.

Dieses Geschehen ist in etwa mit der unterschiedlichen Wirkung isolierter und noch naturgebundener Vitamine auf den Organismus vergleichbar. Während die ersteren (die isolierten Vitamine) leicht zu Hypervitaminosen führen können, ereignet sich dies bei den letzteren nie, da die Harmonie des Ganzen und das Sättigungsgefühl eine Körperzellschädigung ausschließen.

Alle isolierten Stoffe aber sind bei entsprechender Gabengröße und Einwirkungsdauer immer körperschädigend, also Gifte, wie es uns von den Arzneimittelprüfungen her bekannt ist.

Auf Grund meiner Praxiserfahrung bin ich durch die Anwendung des Schellertestes zu der Erkenntnis gelangt, dass die meisten von mir untersuchten Menschen infolge einer falschen Ernährung bereits, wenn auch oft symptomlos (scheinbar gesunder Mensch), krank sind, d. h. eine geschädigte Zellatmung haben.

Daher findet man auch in meinem Buch: Krebs - Krankheit Ernährung (3. Auflage, Viadrina Verlag, Braunlage, Harz, 1963) auf Seite 106 in dem Kapitel «Zucker wie ihn die Reklame sieht» u. a. folgenden allgemein gültigen Satz: « ... dass der Zucker wie alle anderen denaturierten (entwerteten) Kohlenhydrate bei dauerndem, reichlichem oder Übertriebenem Genuss die größten chronischen Krankheits- wie Krebsgifte sein können.»

Die Beweise sind und können erbracht werden:

1. aus meiner langjährigen Erfahrung in der Krebsbehandlung. Besonders der Industriezucker als fast 100%ig chemisch reines Produkt, aber auch alle anderen denaturierten Kohlenhydrate fördern in hervorstechender Weise das Krebswachstum. Bei Entzug derselben kam das Tumor-Geschwulstwachstum häufig zum Stillstand oder bildete sich sogar zurück.

Die gleiche Erfahrung machte schon 1941-1942 der Münchener Universitätsprofessor Dr. med. W. Brünings mit seiner Entzuckerungsmethode bei der Behandlung von Geschwulstleiden («Münchener Medizinische Wochenschrift» 1941, Nr. 5, Seite 117, und 1942, Nr. 4, Seite 7 1, und Nr. 5, Seite 102).

Universitätsprofessor Dr. med. Ernst Leupold schreibt in seinem Buch «Die Bedeutung des Blutchemismus besonders in Beziehung zu Tumorbildung und Tumorabbau» (Thieme-Verlag, Stuttgart, 11. Teil, 1954) auf Seite 138 bezüglich der Zuckerwirkung auf das Tumorwachstum: «Neben einer Zufuhr von reichlichem Zucker per os ist jede intravenöse Injektion von Traubenzucker oder Verabreichung von Medikamenten, die auf einer Zuckergrundlage hergestellt sind, von übel. Ich verfüge über nicht wenige Beobachtungen, die dahin gehen, dass Tumore, die in guter Rückbildung waren, plötzlich anfingen zu wachsen. So wurde in einem Krankenhaus regelmäßig ein zuckerhaltiges Eisenpräparat intravenös gespritzt. Der Erfolg war, dass ein Sarkom, das fast beseitigt war, innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Knochenherde setzte. Ich habe ähnliche Beobachtungen bei Mammakarzinomen machen können. In einem Fall war intravenös einmal Traubenzucker gespritzt worden. Zufällig wurde am nächsten Tag ein Teil des Tumors abgestoßen. Ich fand ihn voll von Mitosen, während vorher kaum jemals Mitosen nachgewiesen werden konnten.»

Auch der Amerikaner Crabtree beobachtete erhöhtes Geschwulstwachstum durch Zuckerzufuhr (Crabtree Effekt). Ich persönlich bin sogar in der Lage, man höre und staune, Mit zwei als heilkräftig empfohlenen Mitteln die Bürger jeder Stadt in 1 bis 2 Jahren krebskrank zu machen. Die Methodik ist folgende: Ich verabreiche allen diesen Menschen täglich 1 Pfund Industriezucker zu ihrer Normalkost und lasse sie intensiv mit ionisierenden Strahlen, einer der zwei «klassischen» Krebsheilmethoden der offiziellen Medizin, behandeln. Die ionisierenden Strahlen kürzen nach O.Warburg (Partielle Anaerobiose und Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen, siehe mein wissenschaftliches Buch-. «Eine erfolgreiche Arznei- und Ernährungsbehandlung gutartiger und bösartiger Geschwülste», Bern, 1962, 8. Auflage) die lange Latenzzeit der Krebsentstehung ab und, wie ich hinzufügen möchte, schädigen oder zerstören die Körperzellatmung. Mit dieser Methode vermag ich übrigens die ganze Welt in 3 bis 5 Jahren in einen Friedhof von Krebskranken zu verwandeln. Wenn die Herren der Zuckerindustrie sich mir für dieses Experiment zur Verfügung stellen, werde ich es ihnen an ihren Leibern beweisen.

2. Weil der zivilisierte Mensch die milchsauren Lebensmittel unserer Vorfahren aus seinem Leben verbannt hat und sich dafür einem dauernden reichlichen oder übertriebenen Genuss von denaturiertem Süß (Zucker-, Stärke und Mehlprodukten) zuwandte, haben wir heute die verheerende Zunahme der chronischen Erkrankungen, einschließlich der Krebserkrankungen.

Eine Nahrung ist auf die Dauer nur dann gesund, wenn sie ein Kalorienspender, ein Vitalstoffträger und ein Wasserstoffionenregulator (rechtsdrehende Milchsäure nach Dr. med. Johannes Kuhl enthält) zugleich ist.

Auch die vollwertige, biologische, naturbelassene und sogar gesund gewachsene Pflanzennahrung, die basenüberschüssig ist, kann zu chronischen Erkrankungen und somit auch zum Krebs führen, wenn als letztes Glied der Wasserstoffionenregulator, also die milchsauren Lebensmittel, darin fehlen. Die Vitalstofflehre ist eine Ergänzung der schulmedizinischen Kalorienlehre. Beide reichen aber ernährungsmäßig keineswegs für ein gesundes Leben aus. Die heutigen Ernährungssysteme sind durchweg alle bei Bircher-Benner stehen geblieben und haben somit nicht viel wesentlich Neues gebracht.

Ein Drittel meiner Krebskranken lebte viele Jahre, z. T. seit Jahrzehnten, von vollwertiger Pflanzennahrung und erkrankte trotzdem an Krebs. Durch eine milchsaure (gekeimte, fermentierte) Pflanzenkost bei restlosem Entzug von denaturiertem Süß (Zucker-, Stärke- und Mehlprodukten) heilte ich sie, wenn die Reaktionskraft der Kranken noch ausreichte und das Krankheitsstadium noch nicht zu weit vorgeschritten war.

3. Magen- und Darmkrankheiten verschlimmern sich nach dem Genuss von denaturiertem Süß.

4. Ratten können durch eine einseitige Zuckerfütterung krebskrank gemacht werden. Das denaturierte Produkt führt zu einem Mangel an essentiellen Stoffen in den Zellen, wodurch die Zellatmung geschädigt wird und die Zellgärung bis zur krankhaften, ja toxischen (giftigen) Milchsäurebildung gesteigert werden kann.

5. In Krebszellen wird die schon geschädigte Zellatmung durch Zuckerzufuhr (Dextrose) noch weiter geschädigt. (Dr. Dr. P. G. Seegers, Berlin).

6. Die Zahnfäule schreitet schneller fort, wenn reichlich Zucker und Zuckerwaren genossen werden. Es kommt zu einer stärkeren Brenztraubensäurebildung in der Mundhöhle, wodurch der Zahnschmelz zerstört wird. Durch den Genuss von Kohlenhydraten in Verbindung Hefebrot wird dieser Vorgang noch gesteigert.(Prof. Schröder, Prof. Fosdick, Prof. Euler)

7. Lymphatische Hals- und Rachenmandelschwellungen bei Kindern bilden sich oft schon allein durch Zuckerentzug zurück.

Selbst Frau Dr. Mildred Scheel, welche selbst die Krebsforschung in vorbildlicher Weise unterstützte, hoffte noch in den letzten Tagen vor ihrem Krebstod, dass ihre Krebsforscher noch ein Mittel für ihre Rettung  entdecken würden.

Fazit: Man legt  in vielen Bereichen der Krebsforschung heute schon bei der Krebsvorsorge, dass größte Augenmerk auf den „Kampf“ sowohl gegen ein mögliches bzw. ein bereits bestehendes Symptom, anstelle sich auch auf deren Ursachen bzw. natürlichen Lösungsansätze zu orientieren. Institut „Pro Natura & Gesund Leben“