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Wodurch entsteht
links bzw. rechtsdrehende Milchsäure


Wird Glukose unter Sauerstoffmangel abgebaut, so entsteht Milchsäure. Der „Muskelkater" ist ein bekanntes Beispiel für Milchsäureablagerungen im Muskelgewebe, wenn bei körperlicher Anstrengung das Sauerstoffangebot nicht ausreicht. Milchsäure entsteht aber auch als Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen im Darm.

Was geschieht mit der Milchsäure?

Das Milchsäuresalz Laktat ist ein wichtiger Energiespender für unseren Organismus. Der Herzmuskel bezieht etwa 60 % seines Energiebedarfs daraus und Leber und Muskeln speichern es als  Energievorrat (Glykogen). Verbleibende Überschüsse werden ausgeschieden.

Was bedeutet rechts- und linksdrehende Milchsäure?
Beide Milchsäureformen haben zwar die gleiche Anzahl an Atomen, jedoch unterscheiden sie sich in ihrer räumlichen Anordnung. Lenkt man polarisiertes Licht durch solche Moleküle, so wird das Lichtbündel nach rechts bzw. links abgelenkt. 
Wichtig ist dabei:

  • rechtsdrehende Milchsäure ist für den Organismus leicht zu verstoffwechseln. Man bezeichnet sie mit L(+).
  • linksdrehende Milchsäure  entsteht entweder durch einen Enzymdefekt, Stress, Umweltbelastung, Medikamente oder durch Stoffwechselprodukte bestimmter Darmkeime und belastet die Stoffwechselabläufe. Sie wird mit D(-) bezeichnet.

Und Milchsäure in der Ernährung?

Milchsäurehaltige Nahrungsmittel (Sauerkraut, naturbelassene Molkereiprodukte, etc.) sind reich an rechtsdrehender Milchsäure und Milchsäurekulturen. Sie unterstützen den Darm bei der Aufrechterhaltung des nötigen, leicht saueren Darmmilieus

Behandlungsmöglichkeiten mit Milchsäure

Die Milchsäuretherapie ist noch eine relativ junge Behandlungsform mit gut bekannten Schwerpunkten. Obwohl  die praktischen Anwendungen noch viele  wertvolle Erkenntnisse liefern werden, darf die Milchsäuretherapie  nicht als „Allheilmittel" missverstanden werden.

Milchsäure zur Verbesserung der Grundregulation
Unter Grundregulation versteht man die Fähigkeit des Organismus, innere und äußere Reize zu beantworten und Störeinflüsse auszugleichen. Sinkt das Regulationsvermögen, so kommt es rascher zu Befindlichkeitsstörungen, diffusen Beschwerden und Krankheitsanfälligkeit. Anwendungsbeobachtungen zeigten, dass Behandlungen mit rechtsdrehender Milchsäure die Grundregulation verbessern konnten.

Rechtsdrehende Milchsäure in der homöopathischen Anwendung
Die Verwendung von rechtsdrehender Milchsäure (Acidum (L+) lacticum = Acidum sarcolacticum) in homöopathischer Form ist schon länger bekannt. In der homöopathischen Fachliteratur werden viele Anwendungsmöglichkeiten beschrieben, die sich in der täglichen Praxis immer wieder bestätigen. Dazu zählen insbesondere

  • grippale Infekte mit Schwäche, Müdigkeit und Zerschlagenheitsgefühl
  • rheumatische Beschwerden und Muskelschmerzen in den Schenkeln, Waden und in der Rückenmuskulatur, Ischias.
Milchsäurekulturen für die Darmökologie

Die Milchsäurekulturen in unserer Darmflora erzeugen bei ihrer Stoffwechseltätigkeit  Milchsäure. Damit sorgen sie für die leichte Ansäuerung des Dickdarmmilieus und kräftigen seine Abwehrlage. Allerdings reagieren sie empfindlich auf  Störeinflüsse, z. B. durch bestimmte Medikamente, durch Fehlernährung oder durch Fehlbesiedelungen des Darmes.  Lebensmittel, welche nach dem KEIMO-bzw. FERMENTA-FOOD Verfahren aufbereitet werden, können die  Wiederherstellung der natürlichen Darmflora unterstützen.  Helmut Rampler, Ernährungsberater, Institut "Pro Natura & Gesund Leben"